Trinkwasser: So beugen Sie Legionellen vor

Sie möchten, dass Ihr Trinkwasser zu Hause frisch, sauber und gesund bleibt? Dann lesen Sie hier unsere Tipps gegen Legionellenbildung.

Unser Trinkwasser gehört zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln in Deutschland. Dennoch gibt es einige Dinge, auf die Sie als Mieterin und Mieter achten können – insbesondere, wenn es um sogenannte Legionellen geht.

Was sind Legionellen?

Legionellen sind Bakterien, die sich in warmem Wasser (vor allem zwischen 25 und 55 °C) vermehren können. In geringen Mengen sind sie harmlos. Problematisch wird es erst, wenn sie in größerer Zahl in die Luft gelangen, etwa beim Duschen. Gelangen die feinen Aerosole (Wassertröpfchen) in die Lunge, kann es zu Atemwegserkrankungen kommen. Besonders empfindlich sind ältere Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem.

Wann können sich Legionellen bilden?

Legionellen fühlen sich dort wohl, wo Wasser über längere Zeit steht und nicht richtig durchströmt wird – zum Beispiel in selten genutzten Leitungen (Gäste-WC, Ferienwohnungen etc.).

Was können Sie als Mieterin oder Mieter tun?

Damit unser Trinkwasser auch in Ihrer Wohnung hygienisch einwandfrei bleibt, helfen einfache Verhaltensweisen im Alltag:

✔ Lassen Sie nach längerer Abwesenheit das Wasser laufen
Wenn Sie z. B. aus dem Urlaub oder vom längeren Kur- oder Klinikaufenthalt zurückkommen oder eine Armatur länger nicht genutzt wurde, spülen Sie Wasserhähne oder Duschköpfe für ca. 2 bis 3 Minuten durch.. Wichtig: In dieser Zeit kein Wasser entnehmen, die feinen Aerosole einatmen oder sich darunter stellen – das Wasser soll einfach fließen und ablaufen.

✔ Auch selten genutzte Wasserhähne regelmäßig durchspülen
Lassen Sie das Wasser gelegentlich auch in wenig benutzten Waschbecken oder Duschen laufen, z. B. im Gäste-WC oder im Keller.

✔ Duschkopf gelegentlich entkalken
Ein verkalkter Duschkopf kann dazu führen, dass sich Wasserreste länger halten – ein idealer Nährboden für Bakterien. Eine einfache Reinigung mit Essig oder Zitronensäure hilft.

✔ Temperatur beachten (für Warmwasseranlagen mit zentraler Versorgung)
In Gebäuden mit zentraler Warmwasserversorgung wird die Wassertemperatur regelmäßig überprüft. Diese sollte im Speicher bei mindestens 60 °C liegen. Das regelt Ihre Wohnstätte als Vermieterin, Sie müssen nichts weiter tun.

Was tut die Wohnstätte als Vermieterin?

Wir achten bei der Planung und dem Betrieb unserer Warmwasseranlagen auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zur Trinkwasserhygiene. Dazu gehören u. a.:
• regelmäßige Wartung der Trinkwasseranlagen,
• Einhaltung der vorgeschriebenen Temperaturen,
• ggf. Probenentnahme des Trinkwassers auf Legionellenprüfung gemäß Trinkwasserverordnung.

Fazit
Bei normalem Gebrauch besteht keine Legionellen-Gefahr. Denn mit ein paar einfachen Handgriffen lässt sich das Risiko weiter minimieren. So bleibt das Trinkwasser in Ihrer Wohnstätte-Wohnung frisch, sauber und gesund.