Architektenwettbewerb Geschäftshaus Ostwall/Petersstraße

Pressegespräch und Ausstellungseröffnung am 17. März 2014

 

Architekten-Wettbewerb "Neubau eines Geschäftshauses am Ostwall / Petersstraße in Krefeld".

 

Die Krefelder Bau GmbH beabsichtigt im Bereich Ostwall/ Petersstraße/ Neue Linner Straße ein multifunktional nutzbares Geschäftshaus zu bauen und hat daher einen europaweit ausgeschriebenen Architektenwettbewerb ausgelobt.

 

Mit dem Neubau soll eine Lücke zwischen Ostwall und Petersstraße geschlossen werden. Zielsetzung ist es auch, die unterschiedlichen Nutzerstrukturen an Ostwall und Petersstraße in einem Gebäudekomplex kreativ zu vereinen.

Mit dem Gebäude soll zudem eine Durchlässigkeit vom Ostwall zur Petersstraße geschaffen werden und in Verbindung mit dem Neubau der Wohnstätte Krefeld GmbH der Stadtraum an der Ecksituation Petersstraße / Neue Linner Straße neu gestaltet und eine andere städtebauliche Situation geschaffen werden.

 

Der Wettbewerb sollte alternative Lösungsvorschläge für diese komplexe und anspruchsvolle Aufgabenstellung aufzeigen.

Unter den teilnehmenden Büros sind auch 2 Krefelder Architekturbüros. Wünschenswert ist es mit den Neubauten Verwaltung der Wohnstätte Krefeld und

Geschäftshauses Ostwall/ Petersstraße ein Impulsgeber für weitere Neubauten in diesem Quartier zu sein.

 

Lage des neugeplanten Geschäftshauses Ostwall/Petersstraße Quelle: Geobasis NRW

Preisgerichtssitzung:

Am Freitag, den 14. März 2014 hat eine 8-köpfige Jury aus Fachleuten, Vertretern der Politik, der Stadt Krefeld und der Krefelder Bau GmbH unter Vorsitz von Frau Prof. Ursula Ringleben aus Düsseldorf die drei Preisträger des Architektenwettbewerbs gekürt.

Preisrichter

 

Prof. Ursula Ringleben, Vorsitzende des Preisgerichtes

Architektin, Düsseldorf

 

Fritz Heinrich

Architekt und Stadtplaner, Dortmund

 

Frank Brünsing

Architekt, Krefeld

 

Marcel Füser

Architekt, Mitarbeiter der Wohnstätte Krefeld AG

 

Jürgen Hengst

Oberstudienrat, Aufsichtsrat der Krefelder Bau GmbH und Wohnstätte Krefeld AG

 

Martin Linne

Dipl.-Geograph, Beigeordneter der Stadt Krefeld

 

Rolf Rundmund

Vorsitzender des Aufsichtsrates der Krefelder Bau GmbH

 

Stefanie Neukirchner

Aufsichtsrats der Krefelder Bau GmbH

Den ersten Preis des Architektenwettbewerbs Neubau eines Geschäftshauses am Ostwall / Petersstraße in Krefeld sprach das Preisgericht dem Büro DGM Architekten aus Krefeld mit Rohdecan Architekten GmbH aus Dresden zu.

 

Auszug aus dem Protokoll des Preisgerichtes zur Arbeit des ersten Preisträgers:

 

Die Arbeit fügt sich städtebaulich gut ein. Sie überzeugt durch eine klare architektonische Haltung, gute Funktionalität und hohe Flexibilität.

Die Eckausbildung Neue Linner Strasse mit Petersstraße überzeugt durch eine angemessene Markanz.

Zusammen mit der weiteren Fassadenausprägung entlang der Petersstraße entsteht hier eine Kraft in der Höhenausbildung, die mit der Neuplanung der Werkkunstschule gut korrespondiert und die im Gegenüber zum Behnischhaus besteht….

 

…Die Einfügung im Blockinnenbereich ist außerordentlich gut gelungen. Die dargestellte Lösung ist einfach, besitzt eine hohe Flexibilität…

…Sie verspricht zudem hohe räumliche Qualitäten. Hierbei ist die vorgeschlagene Marktgasse besonders hervorzuheben.

 

Das Preisgericht sieht hier, eine der Aufgabe in hohem Maße angemessen Lösung, mit besonderen räumlichen Qualitäten…

Auf den zweiten Platz wählte die Jury eine Arbeit des Büros h4a Gessert + Randecke + Legner Architekten GmbH aus Düsseldorf.

 

Auszug aus dem Protokoll des Preisgerichtes zur Arbeit des zweiten Preisträgers:

 

Die Arbeit bietet einen positiven Beitrag zur Stadtentwicklung. Die besondere Stärke des Entwurfes besteht in dem großzügigen freigestellten Innenhof, der von einer an der richtigen Stelle angeordneten Passage erschlossen wird. Die Bebauung zur Petersstraße ist in den richtigen Proportionen dargestellt und passt sich der nebenliegenden Bebauung an. Somit ergibt sich dort eine klare überzeugende dreigeschossige Baustruktur. Auch die Gestaltung des neuen Baukörpers am Ostwall fügt sich wie selbstverständlich in die Nachbarbebauungen ein. Die um ein Geschoss erhöhte Bebauung Ecke Petersstraße/  Neue Linner Straße markiert unaufdringlich die Ecksituation….

 

….Insgesamt handelt es sich um eine sympathische, unprätentiöse Arbeit die sich zum einen durch ihre Volumina aber auch durch ihre ansprechende Atmosphäre auszeichnet.

Die Arbeit fügt sich schlüssig in das Umfeld ein und leistet einen guten Beitrag zur Stadtentwicklung von Krefeld.

 

Den dritten Platz belegte Office 03 aus Köln mit De Zwarte Hond. GmbH aus Rotterdam / Köln.

Auszug aus dem Protokoll des Preisgerichtes zur Arbeit des dritten Preisträgers:

 

Der Entwurf besticht durch die Auflösung in einzelne Gebäudekörper, die gleichzeitig durch die konsequente durchgehaltene Formensprache als Ganzes wirken. Das gewählte System fügt sich dabei in die z.T. kleinteilige Umgebung ein, setzt gleichwohl einen kräftigen  Akzent. Dieser könnte in weiteren Baustufen des Baublockes fortgeführt werden. Die Fassadengestaltung mittels reliefierten Keramikfliesen betont den eigenständigen Charakter im Spannungsfeld zwischen dem Behnisch-Haus und der denkmalgeschützten Fassade der ehemaligen Werkkunstschule…

 

…Der Rücksprung im Eckbereich Petersstraße / Neue Linner Straße bildet einen neuen zusätzlichen Platzraum, der Aufenthaltsqualität verspricht. Der geradlinig geführte Durchgang vom Ostwall zur Petersstraße öffnet sich im Blockinnenbereich und wird großzügig bis zur Petersstraße durchgeführt….

 

…Insgesamt überzeugt der Entwurf durch die Eigenständigkeit des städtebaulichen Ansatzes und neue, gut nutzbare Platzräume….

In der ganztätigen Sitzung des Preisgerichts, das zu gleichen Teilen aus fachlich qualifizierten und sachlich qualifizierten Preisrichtern bestand, wurden die 14 anonymisierten Entwürfe vorgestellt, analysiert und diskutiert.

 

Der   Auslober    des   Wettbewerbs    ist    die    Krefelder   Bau   Gmbh   und    wird   bei    der Pressekonferenz durch den Geschäftsführer Herrn Thomas Siegert vertreten.

Sowohl die Arbeiten der drei Preisträger als auch alle anderen Arbeiten werden ab dem 17. März 2014 für drei Wochen in den Räumlichkeiten Ostwall 148 der Öffentlichkeit präsentiert.

Weitere Informationen:

Jurysitzung:

Die Jury hat alle 14 Arbeiten ausführlich diskutiert und sich in drei Rundgängen der Entscheidung genähert, um die besten drei Arbeiten aus den eingereichten Entwürfen zu ermitteln. Nach dem zweiten Entscheidungsrundgang wurden die verbliebenen besten drei Arbeiten entsprechen folgender Beurteilungskriterien schriftlich beurteilt:

     Idee/ Gesamtkonzept
     Umsetzung der Aufgabe
     Einfügung in die städtebauliche Situation
     Einhaltung planungs-, und baurechtlicher Belange
     Wirtschaftlichkeit

 

 

Aufgrund dieser Beurteilung wurden von der Fachjury drei Preise vergeben. Die Juryentscheidung stellt sich wie folgt dar:

 1. Preis   DGM Architekten, Krefeld mit Rohdecan Architekten GmbH, Dresden
 2. Preis   h4a Gessert + Randecke + Legner Architekten GmbH, Düsseldorf
 3. Preis   Office 03, Köln mit De Zwarte Hond. GmbH, Rotterdam/ Köln

Es standen Preisgelder in Höhe von 82.000,00 brutto zur Verfügung. Die Staffelung der Preise ist wie folgt festgelegt:

 1. Preis   41.000,00 brutto
 2. Preis   24.600,00 brutto
 3. Preis   16.400,00 brutto

 

Auslober:

Der Auslober des Wettbewerbs ist die Krefelder Bau GmbH.

Die Krefelder Bau-GmbH geht aus der im Jahre 1924 im Handelsregister von Essen eingetragenen „Ziegelei und Baggerei GmbH, Krefeld“ hervor und besteht somit inzwischen 89 Jahre.

Der Gesellschaftszweck der Krefelder Bau-GmbH in ihrer heutigen Form ist der Erwerb, die Veräußerung und die Verwaltung von Grundstücken sowie die Herstellung von Wohn-, Geschäfts- und sonstigen Bauten sowie die Betreuung solcher Vorhaben. Zudem dient sie als wichtiges kommunalpolitisches Instrument.

Alleingesellschafterin ist die Stadt Krefeld, welche die Krefelder Bau-GmbH zur Betreuung und zur Durchführung kommunalpolitisch wichtiger und städtebaulich notwendiger Vorhaben nutzt.

Neben weiteren Projekten befasste sich die Gesellschaft beispielsweise mit der Entwicklung des Bebauungsplanes Nr.637 A / Schicksbaum (ca. 650 Einfamilienhäuser und ca. 300 Geschoßwohnungen), der Baubetreuung bei der Errichtung verschiedener Altenheime für die städtischen Seniorenheime, der Baubetreuung bei der Errichtung von Kindergärten für die Stadt Krefeld und einer Futtermeisterei für den Krefelder Zoo.

Darüber hinaus verwaltet die Krefelder Bau-GmbH 43 Wohnungseigentümerschaften mit

1.280 Wohneinheiten sowie die Galopprennbahn Krefeld. In den Jahren 2003/2004 errichtete die Krefelder Bau GmbH als Bauherr den König Palast Krefeld.

Die Krefelder Bau-GmbH wird in Personalunion mit der Wohnstätte Krefeld AG geführt. Zudem ist sie Alleingesellschafterin der Verwaltungsgesellschaft Gut Schirmau mbH.

Wettbewerb:

Die   Auslobung    des   Wettbewerbes    erfolgte   als    begrenzter   Wettbewerb    mit    einem vorgeschalteten EU-weiten Bewerbungsverfahren.

Die Wettbewerb wurde über das Büro compar –strategien für architektur und städtebau- koordiniert.

5 Teilnehmer wurden gesetzt, 10 wurden über ein Losverfahren unter notarieller Aufsicht ermittelt.

Ein Teilnehmer hat kurzfristig abgesagt, so dass 14 Arbeiten bewertet wurden. Folgende 5 Architekturbüros wurden durch den Auslober ausgewählt

Schwittmann + Bertrams Architekten (Krefeld)
Bietergemeinschaft DGM Architekten (Krefeld) mit Rohdecan Architekten GmbH (Dresden)
Office03 (Köln) mit De Zwarte Hond. GmbH (Rotterdam/Köln)
Bahl Architekten (Hagen)
Schneider + Schumacher (Frankfurt)

Die folgenden weiteren 10 Teilnehmer wurden unter notarieller Aufsicht ausgelost:

  Anderhalten Gesellschaft von Architekten mbH (Berlin)
  Berger Röcker Architekten (Stuttgart)
  Wittfoht Architekten (Stuttgart)
  Gerber Architekten (Dortmund)
  h4a Gessert + Randecker + Legner Architekten GmbH (Düsseldorf)
  Schaller | Theodor Architekten (Köln)
  Eike Becker Architekten (Berlin)
  HOLODECK architects ZT GmbH (Wien)
  pbs Architekten Gerlach Krings Böhning Planungsgesellschaft mbH (Aachen)
  gmp International GmbH (Aachen)

Öffnungszeiten der Ausstellung:

17. März 20145. April 2014

Mo - Fr            10:00 17:00

Sa                   10:00 16:00

Weiteres Vorgehen:

Es ist vorgesehen, die Realisierung des Projektes zeitnah zu beginnen.

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Willkommen bei der Wohnstätte Krefeld

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